Lebensqualität oder Zuzug in Gänserndorf.

OLYMPUS DIGITAL CAMERASehr geehrte Leserinnen und sehr geehrte Leser dieser Zeilen!

Seit einigen Wochen taucht das Thema Wohnqualität oder Zuzug in allen Medien immer wieder auf.

Klar, es ist Wahlkampf, klar jede Partei will sich mit irgend einem Thema profilieren.
Hat man nichts, muss man was erfinden…. könnte man meinen.
Auch ich wurde, von vielen Menschen und auch von einigen Medien, nach meiner Meinung gefragt.

Nun, meine Kernaussage zu diesem Thema war und ist,
Die amtierende Stadtführung hat die Pflicht dafür zu sorgen, dass BEIDES möglich ist,
Zuzug UND gute Wohnqualität!!

 

Denn es gehört nicht zu den Aufgaben der Stadtführung, Menschen die in Gänserndorf leben wollen, auszugrenzen.

 

Aber sehen wir uns das Thema aus einer anderen Sicht an.

In der Vergangenheit wurden sehr viele Grundstücke als Bauland gewidmet, auch mit den Stimmen der ÖVP.
Es waren vermehrt Grundstücke unserer Landwirte die umgewidmet wurden, Arbeiterfamilien gehören bekanntlich, sehr selten, zu den Groß-Grundstücksbesitzern.
Dies ist nun einmal Tatsache. Mit diesen Entscheidungen aus der Vergangenheit müssen wir nun einmal leben. Ob diese gut waren oder nicht, möge jede Leserin und jeder Leser selber entscheiden. Am Besten im Jänner bei der Gemeinderatswahl.

Ebenso mit der Tatsache dass eine Rückwidmung faktisch unmöglich ist, denn:
Die Stadt Gänserndorf kann, wegen fehlender Geldmittel, die Grundstücke nicht ankaufen.
Das Land NÖ vermutlich ebenso nicht,
bliebe also nur die Enteignung der Grundstücksbesitzer….
da würden sich aber einige Landwirte (nicht) sehr freuen……
Den Rest regelt die NÖ Bauordnung. Nicht der Bürgermeister, nicht der Gemeinderat, nicht die Stadtverwaltung. Diese vollziehen nur die gültigen Gesetze.

Im Moment beschäftigen sich anerkannte Fachleute mit dem Thema Stadt- und Verkehrsplanung. Bei diesem Projekt bringen sich sehr viele Bürgerinnen und Bürger sehr aktiv ein. Von Teilen der Politik kommen nur Querschüsse und Kritik.
Die Frage ist jetzt: Wahltaktik?? Oder ist manchem Politiker das Thema zuwider, weil nicht auf eigenem Mist gewachsen?

Oder, nochmals aus anderer Sicht betrachtet:

Wer bestimmt wer zuziehen darf??
Der amtierende Bürgermeister??
Ein Parteibuch??
Oder gar die Herkunft??

 

Unser Stadtrat Franz Weindl hat mich auf einige Details zu diesem Thema aufmerksam gemacht:

Die ÖVP hat folgende Wohnbauten bzw. Genossenschaftsbauten (Alpenland) errichtet.
Anfang der 60er Jahre: Die  Siedlung in der Ferdinand Weiß – Gasse.
1968 Übergabe der Wohnungen am Exnerplatz.
1970: Die beiden Wohnblöcke in der Neugasse
1973 bis in die 90er Jahre sämtliche Wohnbauten in der Gärtnergasse.
1972 – 1974 den fünfstöckigen Wohnblock in der Kreuzgasse 15.
Ende der 70er Jahre die große Wohnhausanlage in der Roseggergasse.   (ca. 50 bis 60 Wohnungen).
Zu Beginn der 80er Jahre die Wohnhausanlage ca. 15 nebeneinanderstehende Wohnhauseinheiten in der Brunnengasse.

Alle die in diesen Häuser wohnenden Menschen, waren und sind uns, wie auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger, immer herzlich willkommen.

Warum nicht die neu Zuziehenden????????

:
Ein sehr wichtiges Detail möchte ich in diesem Zusammenhang jedoch sehr wohl anmerken:

Wenn Gänserndorf keine Stadt mit sehr viel Lebensqualität wäre, warum kommen dann so viele Menschen, gerne und hoffnungsfroh, in diese Stadt???

 

Ihr, Euer, Dein
Walter Krichbaumer
Gründer Bürgerliste & Klubobmann