Heftiger Streit in der Gemeinderatssitzung vom 27. Juni.2018

Darum hat die Bürgerliste dem Dringlichkeitsantrag der Grünen die Dringlichkeit NICHT zuerkannt!

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser dieser Zeilen.

 

Dass diese Gemeinderats-Sitzung so kontroversiell werden würde, war beim Lesen der Tagesordnung nur zum Teil absehbar. Als der Dringlichkeitsantrag der Grünen per Mail eintraf, änderte dies jedoch die Erwartungen massiv.

Den ersten Höhepunkt gab es, gleich nach dem Verlesen des Dringlichkeitsantrages der Grünen.

Es ging um das Streitthema der letzten Tage.
Das momentan als Unterkunft für die Jugend genutzte Haus sollte abgerissen werden.
Dieses Gebäude war bereits Musikschule, Kindergarten, Gewerbeschule, Lagerraum und vieles mehr. Zu all diesen Nutzungen wurde das Haus jeweils umgebaut und angepasst. Derzeit ist es alt, teilweise feucht, baufällig, eben verbraucht. Im “Urzustand” sind bestenfalls noch Grundplatte Decke und Außenmauern. Auch der Verputz ist bereits verändert.

Am Anfang war dieses Haus jedoch eine Synagoge. Später wurde das Haus “arisiert”.

Und darauf berufen sich nun die Gänserndorfer Grünen und versuchen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, dieses inzwischen mehr als baufällige Haus, justament, zu erhalten.

Mehrere in verschiedenen Medien lancierte Artikel haben sich nun zu einem Shitstorm gegen die Gemeinde, und leider auch gegen Privatpersonen ausgewachsen.

Dass hier, wissentlich oder unwissentlich, mit Teil- und Halbwahrheiten gearbeitet wurde und wird, scheint leider Tatsache zu sein.

 

Auch ich habe den eingebrachten Dringlichkeitsantrag der Grünen abgelehnt,
da zum Ersten der Denkmalschutz eingeschaltet wurde,
ist schlicht und einfach keine Dringlichkeit mehr gegeben,
zum Zweiten lasse ich mich nicht auf diese taktischen Spiele ein,
und zum Dritten nicht vor den Karren Anderer spannen.

 

Es steht den Grünen, die ja die Vizebürgermeisterin stellen, und somit im Stadtrat vertreten sind jederzeit frei, gemäß der Gemeindeordnung Anträge zu stellen.

Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Worte “Synagoge und Gänserndorf” in einer Suchmaschine eingeben, sehen Sie an der Zahl der erschienenen Artikel die Tragweite dieser, vollkommen ausufernden Aktion.

Es haben fast alle österreichischen Tageszeitungen mehr oder weniger umfangreich über diese Sache berichtet, es gibt auch Artikel von:
Jüdische Allgemeine Deutschland, IKG Wien, Erzdiözese Wien, und viele mehr. Nachzulesen im Internet.

Tatsache ist, dass es sich weder die Stadt Gänserndorf mit all ihren Bürgern und Bürgerinnen, und schon gar nicht Privatpersonen verdient haben, irgendwie ins rechte Eck gerückt zu werden. Und dieser Anschein wird hier, gewollt oder ungewollt, wissentlich oder unwissentlich, fallweise, augenscheinlich erweckt.

 

Zwei weitere, ebenso eher unschöne, Höhepunkte waren:
der Tagesordnungspunkt 17, Fest der Vereine, sowie
der Tagesordnungspunkt 18, Jugendzentrum Gänserndorf.

Auch hier wollte Vize Linke Geld ausgegeben, ohne dass ein schlüssiges Konzept, ein nachvollziehbarer Plan, oder irgend etwas Griffiges vorlag.

 

Ich habe jetzt sehr vorsichtig und diplomatisch formuliert, die einzelnen Wortmeldungen in der öffentlichen Sitzung, im Beisein der anwesenden Presse, waren weitaus deutlicher und deftiger.

 

Liebe Margot, Du hast in den vergangenen fünf Jahren der letzten Gemeinderatsperiode,  als Teil der Opposition, sehr angriffig Alles und Jedes kritisiert und hinterfragt. Du hast zu Allem und Jedem, Deine Stimme erhoben. Du, und deine Parteikollegen,  habt Alles und Jedes sowieso besser gewusst.
Jetzt bist Du selber in der Verantwortung, und siehe da, Dir passieren mehr Fehler, als wir alle angenommen, bzw. befürchtet haben.

Liebe Margot, in der freien Wirtschaft kursiert ein geflügeltes Wort:
“Wenn man eine Person irgendwo nicht verhindern kann, dann befördert man Diese, bis zur -(menschlichen, intellektuellen, fachlichen, persönlichen, usw.)- Inkompetenz”.
Denke darüber in einer stillen Stunde, auch zum Selbstschutz, einmal nach.

Siehe auch:

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2015/05/schulische-nachmittagsbetreuung-im-hort-fuer-das-schuljahr-20152016-gescheitert/

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2015/05/margot-linke-naechster-fauxpas-oder-hort-die-dritte/

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2015/07/einfach-hort-die-iv/

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2015/09/und-wieder-einmal-hort-ausgabe-v/

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2015/10/und-wider-einmal-hort-ausgabe-vi-zahlen-die-gaenserndorfer-viel-zu-viel/

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2015/10/und-wider-einmal-hort-ausgabe-vii-verschlechterung-fuer-kinder-mit-migrationshintergrund/

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2016/07/und-wieder-einmal-hort-ausgabe-nr-viii/

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2015/05/margot-linke-nur-nervoes-oder-auch-ueberfordert/

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2015/06/naechster-fauxpas-der-gruenen-vize-linke-die-ferienbetreuung-beinahe-vergeigt/

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2015/07/nachtrag-zu-naechster-fauxpas/

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2015/07/gruene-vize-linke-laesst-in-der-stadt-baeume-schlaegern/

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Ihr, Euer, Dein
Walter Krichbaumer

Unselbstständige wertlos?? Einzelfall, oder doch nicht??

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser dieser Zeilen!

 

 

Ein bisher als unglaublich zu bezeichnender Sager ist nun doch passiert:

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“Das ewige Jammern im Jammertal der unselbständig Erwerbstätigen hält keiner mehr aus. Es ist das Wehklagen der Wertlosen.”

 

Erwerbstätige Menschen werden als wertlos bezeichnet.

 

Das ist kein Sager protestierender oder betrunkener Randalierer bei einer linken oder rechten Demonstration, nein das sagt ein Mitglied des Wiener Wirtschaftsbundes.

Wenn sich alte Menschen zurückerinnern, oder Jüngere in den Geschichtsbüchern lesen, kam es auch in der Vergangenheit öfters vor, das Menschen herabgewürdigt wurden.

Wenn sich die Wortwahl, vor Allem in der Politik, so weiterentwickelt werden größere Demonstrationen nicht zu verhindern sein.

An der Reaktion der ÖVP wird nun abzulesen sein, wie diese zu solchen Äußerungen steht.

Es wird daraus auch zu entnehmen sein, wie die ÖVP wirklich vorhat mit Arbeitern und Angestellten in Zukunft umzugehen.

Dass massive Verschlechterungen auf die arbeitenden Menschen zukommen, wissen wir aus verschiedenen Wortmeldungen und Zeitungsberichten.

Dass es Firmenchefs gibt, die Ihre Angestellten jetzt erst recht auslaugen werden, kann angenommen werden.

 

Ich hoffe, dass unser Herr Bundespräsident, und auch unser Herr Bundeskanzler, sich die Mühe machen, hier die richtigen Worte zu finden!

 

Einige Fragen brennen mir jetzt auf der Zunge:

Ist das die Vorstufe, oder bereits der eingeschlagene Weg  zur Niederhaltung der Bevölkerung und auch gleich zur Sanierung des Pensionszuschusses???

Laugt man zuerst die Arbeiter und Angestellten total aus, um diese danach zu kündigen, diese müssen dank Abschaffung der Notstandshilfe um ihre Familie ernähren zu können,  jeden miesen Job annehmen, gehen dann krank in Pension, welche sie bedingt durch schlechten gesundheitlichen Zustand nur kurz genießen können?? 

 

Hart formuliert? Ich denke nicht! Und fragen wird man ja noch dürfen!

 

http://wien.orf.at/news/stories/2919729/

 

https://kurier.at/chronik/wien/wirtschaftsbund-mitglied-sorgt-mit-wertlosen-sager-fuer-aufsehen/400052684

 

Vor einiger Zeit habe ich in einem etwas anderen Zusammenhang bereits über die “Ressource Mensch” zwei Artikel geschrieben.

Offensichtlich ist die momentane Situation und die zu erwartende Zukunft noch viel schlimmer.

 

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2016/02/ressource-mensch-teil-2/

 

http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2015/12/diskussion-zum-thema-kur-resource-mensch/

 

Irgendwie wäre es jetzt an der Zeit, dass sich die Gewerkschaften – aber auch die noch immer mit sich selber beschäftigten Teile der SPÖ besinnen, und langsam tätig werden. Wenn nicht, werden sich die Wählerinnen und Wähler bei der nächsten Wahl gar nicht mehr daran erinnern, dass es einmal so etwas wie eine Arbeiterbewegung gegeben hat.

 

 

 

Ihr, Euer, Dein
Walter Krichbaumer