Kein Arzt in Gänserndorf und Strasshof, Teil 2

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser.

Der im Teil 1 von mir verfasste Bericht und der nachfolgende Artikel in der NÖN hat zu einigen interessanten Erkenntnissen geführt.

 

Zum Ersten,
laut dem Artikel in der NÖN, glaubte der Gänserndorfer Bürgermeister zu wissen , dass gemäß Webseite der Gemeinde Strasshof Frau Dr. Schleinzer Dienst hatte.

Nun ja, ob jetzt jeder Gänserndorfer/in wenn er/sie einen Arzt braucht auf der Webseite der Nachbargemeinde nachsieht, möchte ich bezweifeln.

Die Wahrheit ist jedoch, und dies weiß ich aus sehr gut informierter Quelle, das Fr. Dr. Schleinzer eben KEINEN Dienst machte.

 

Zum Zweiten
wird es, ebenfalls nach gut informierter Quelle, möglicherweise auch weiterhin des Öfteren in Gänserndorf keinen Wochenend Dienst der Ärzte geben. Zumindest so lange nicht, bis die Bezahlung dieses Dienstes restlos geklärt ist. Womit wir bei einem möglichen Problem der ärztlichen Versorgung im Bezirk sind.

 

Und zum Dritten
haben wir, auch im Bericht der NÖN erfahren, dass es keine rechtliche Grundlage gibt, dass die Ärzte am Wochenende offen halten müssen.

Ach, da schau her!

Wenn man den Artikel weiter ließt wirds immer interessanter.

Vor allem ein Satzanfang sticht ins Auge: Der Versorgungsauftrag liege im “Bereich der Länder” und wurde an die NÖ GKK übertragen.

“Bereich der Länder” ist das Stichwort!

Nun, ich habe im Teil 1 unseren Herrn Bürgermeister, der ja auch im Landtag sitzt, aufgefordert sich der Sache anzunehmen. Die in der NÖN abgedruckte Antwort des Herrn Abgeordneten war jedenfalls absolut nicht hilfreich.

Diese Aufforderung wiederhole ich hiermit und werde, da wir ja schon etwas im Vorwahlkampf sind,  diese Aufforderung sehr oft wiederholen. Und zwar so lange, bis die Versorgung auch am Wochenende wieder zufriedenstellend ist.

Ich werde als Antwort vermutlich, so wie es die Sache des Herrn Bürgermeisters auch im Gemeinderat ist, einen langatmigen und wortreichen Monolog vernehmen.

Aber dem Thema Gesundheit / Ärztenotdienst wird er sich widmen müssen. Dafür wird schon das Bedürfnis und der Druck aus der Bevölkerung sorgen.

Und wenn, wie in der NÖN berichtet, ohnehin viele Patienten ins Medizinische Zentrum ausweichen, sollte es ja möglich sein den Wochenenddienst entsprechend zu strukturieren, dass dieser eben über das Medizinische Zentrum abgewickelt wird. In diesem Bereich hat das Land ja doch ein Mitspracherecht.
Nicht zu vergessen ist dabei, dass dann auch die Rezepte die dort ausgestellt werden, wie die beim praktischen Arzt ausgestellten, in den Apotheken abgerechnet werden.

Dies nur einfach so als Denkanstoß, damit niemand auf die Idee kommt, von ach so unlösbaren Problemen zu sprechen!

Für die Gemeinden im nördlichen Teil des Bezirkes wird sich der Herr Abgeordnete dann sehr wohl etwas einfallen lassen müssen. Möglicherweise für den ganzen Bezirk. Denn er will ja auch dort Stimmen bei der nächsten Landtagswahl bekommen.

Ich weiß, dies ist nicht so locker zu absolvieren wie eine Eröffnung mit Rede und Pressefoto. Aber es wird kein Weg daran vorbeiführen, diese Sache ist abzuarbeiten, und dies relativ rasch!!

Teil 1:  http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2019/04/kein-arzt-am-osterwochenende-fuer-gaenserndorf-und-strasshof/

 

Ihr, Euer, Dein

Walter Krichbaumer

 

Kein Arzt am Osterwochenende für Gänserndorf und Strasshof!?

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser dieser Zeilen.

Beim lesen der NÖN ist mir aufgefallen, dass statt der Nennung der/des diensthabenden Ärztin/Arztes nur die Nummer der Hotline 1450 steht. In einer ebenfalls heute zugestellten Gratiszeitung ebenfalls keine Nennung eines diensthabenden Arztes!

Somit sind, wenn man den beiden Zeitungen Glauben schenkt, sowohl die Bezirksstadt Gänserndorf, als auch die Nachbargemeinde Strasshof am langen Osterwochenende ohne Arzt.

Wer ist daran schuld?

Die Ärzteschaft? Die Politik?

Nun es wird schon die Landespolitik sein. Denn diese ist zuständig für die Schaffung der Grundstrukturen im Land NÖ.

Man spart ja auch von Seiten der Landespolitik nicht mit Eigenlob wenn etwas gelingt. Ich bin neugierig ob man auch zugibt hier ein Problem zu haben.

Ich denke, darauf kann ich lange warten. Da gibt es eher monologartige und langatmige Wortspenden wie gut man ja eh ist.

Aber klar, wenn alles reibungslos funktioniert, ist dies kein Anlass für ein Pressefoto und für Eigenlob.

Wir hören immer wieder dass die Ambulanzen der Spitäler überlastet sind, no na, wenn die Ärzte am Land fehlen.

Zuständig >> Landespolitik!!

Aber da wir ja einen sehr aktiven Bürgermeister haben der auch Abgeordneter ist, sollte es ja sehr schnell möglich sein, hier eine Lösung zu finden. Jetzt werden wir sehen, wie gut unser Gänserndorfer Volksvertreter wirklich ist.

Ich weiß, wird nicht so Pressewirksam gehen wie eine Schuleröffnung oder eine Vorstellung eines neuen Marktplatzes, wäre aber sicher zum Vorteil der Gänserndorfer und Strasshofer Bevölkerung. Und wenn der oben genannte Bericht stimmt, gibt es in der Gemeinde Neusiedl, im Norden des Bezirks, das gleiche Problem.

Ihr, Euer, Dein

Walter Krichbaumer

Synagoge Gänserndorf – nächste Runde!

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser dieser Zeilen.

Synagoge – nächste Runde, ein Titel der typisch ist für eine reisserische Überschrift.

Jedoch, worum geht es?

Wie aus einer Gratiszeitung zu erfahren war, gibt es eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes. Die “Unterschutzstellung” wurde aufgehoben. Die Begründung ließt sich, ebenfalls der Zeitung entnommen, wie eine schallende Ohrfeige in Richtung Bundesdenkmalamt.

Was soll in diesem Fall herauskommen?

Die Fronten sind verhärtet, das Bundesdenkmalamt scheint auf seine Entscheidung zu beharren, die Gemeinde ebenfalls.

Die Grünen, die die ganze Sache ins Rollen brachten, sind politisch an den Rand gestellt. Vize Linke mehr oder weniger entmachtet. Das Gebäude bröselt vermutlich bis zum Einsturz vor sich hin, der Schimmel nimmt vom Gebäude Besitz….

Ich habe in meinem Artikel vom Juli des Vorjahres einige Tatsachen und Vermutungen aufgelistet.

Alle diese Tatsachen und Vermutungen stimmen noch immer, nur ein neues Gerücht ist mir zu Ohren gekommen, die Grünen haben bereits vor Jahren als dieses Thema angesprochen wurde, ein Abriss überlegt wurde, Verbündete gesucht um dieses Thema Politisch und Pressetechnisch auszuschlachten.

Ah, ja!! Man hat also möglicherweise nur darauf gewartet jemanden anpatzen zu können.

 

Ich bleibe bei meinem Schlußwort vom Vorjahr:

Ob all diese oben beschriebenen Geschehnisse dem Gedanken an das Gänserndorfer Judentum, sowie dem Gedenken der Opfern der Verfolgung, dienlich sind, möchte ich mehr als bezweifeln.

Hier wurde, dieser Gedanke drängt sich auf, nur um politisch Kleingeld zu sammeln, oder um sich wichtig zu machen und in Szene zu setzen, absolut jedes vernünftige Ziel verfehlt.

Ihr, Euer, Dein
Walter Krichbaumer

Link zu Artikel: Streitthema – Abriss zweier Gebäude in Gänserndorf