Ehemalige Synagoge unter Schutz gestellt.

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser dieser Zeilen.

Nun ist es also geschehen, die ehemalige Synagoge und das ehemalige Rabbinerhaus sind unter Schutz gestellt.

 

Ein Teil der Bevölkerung sowie einige weitere Personen werden jubeln,

ein Teil wird dem Thema neutral begegnen,

ein weiterer Teil der Bevölkerung wird diese Entscheidung nicht verstehen.

Nicht verstehen können, oder auch nicht verstehen wollen.

 

 

synagoge 2018

 

Wie wird die nähere Zukunft der beiden Gebäude aussehen?
Nun dies ist recht einfach vorherzusehen, der Bürgermeister wird gegen den Bescheid berufen. Warum er in einem Kommentar das Wort WIR! verwendet, verstehe ich jetzt nicht. Aber, die ganze Geschichte wird in die nächste Runde gehen, möglicherweise in eine Weitere.

Der Zahn der Zeit wird an den beiden Gebäuden nagen, Wind und Wetter ebenfalls. Es werden die beiden Gebäude vor sich hin altern. Der bereits vor einigen Jahren bemerkte Schimmelbefall im ehemaligen Rabbinerhaus wird das ganze Gebäude in Besitz nehmen, die Deckenbalken werden weiter abmorschen. In der ehemaligen Synagoge wird es nicht viel besser aussehen.

Denn, für eine vernünftige Lösung, ist schon zu viel passiert.

Dafür sind die Gräben bereits viel zu tief.

Viele Gänserndorferinnen und Gänserndorfer haben die Schlammschlacht, vor Allem im Internet, aber auch in der Presse verfolgt.

Die Angriffe im Internet, gegen die Bevölkerung, gegen deren gewählte Vertreter sowohl in der Jetzigen als auch in der vorherigen Gemeinderatsperiode, als auch gegen Privatpersonen waren, auch wenn danach zurückgerudert wurde, doch sehr heftig.

Ich habe zu diesem Thema bereits einmal, im Juli 2018 einen Artikel verfasst:
http://freie-buergerliste-gaenserndorf.at/2018/07/streitthema-abriss-zweier-gebaeude-in-gaenserndorf-oder/

ich habe in diesem Artikel viele Tatsachen aufgelistet.

Nun kommt eine weitere Tatsache hinzu, die Ablehnung in Gänserndorf ist größer geworden.

Nicht gegen das Judentum, nicht gegen die Synagoge, nicht gegen das Gedenkjahr sondern gegen die Art und Weise wie das ganze Thema als Waffe missbraucht wurde um ein Vorhaben umzusetzen.

 

Auf ein Detail, ein wichtiges Detail, möchte ich jedoch sehr wohl noch eingehen:
Es war nicht sehr gescheit, den Abriss der beiden Gebäude ausgerechnet im Gedenkjahr 2018 zu planen.

Wobei, wie mir erzählt wurde, auch bereits vor einigen Jahren versucht wurde, dieses Thema zu verteufeln, und medial auszuschlachten. Damals wäre jedoch mangels Gedenkjahr die Presse vermutlich nicht voll aufgesprungen.

Ohne jetzt auf Personen näher eingehen zu wollen, wer immer jetzt – was auch immer – erreichen wollte.

Dieses Vorhaben ist gründlich daneben gegangen, sehr gründlich sogar.

Zum Schaden für die Bevölkerung,

zum Schaden für den Ruf der Stadt,

zum Schaden auch für das Andenken an die gequälte ehemalige jüdische Bevölkerung der Stadt.

 

Ihr, Euer, Dein
Walter Krichbaumer